Mütterrente / Altersarmut – Frau und Mutter

Wie kann in der heutigen, modernen, fortschrittlichen Zeit eine Frau/Mutter im Alter immer noch in eine Altersarmut abtriften?
Angeregt durch einen aktuellen Bericht in der SZ komme ich wieder zu meinem Lieblingsthema „Frauenrente, Altersarmut, Frau, Mutter – Arm“?

Als modere, selbstständige, berufstätige, junge Frau entschied ich mich 1978 für die klassiche Mutterrolle und Hausfrau mit Nebenjob auf 330 DM Basis.
Bin damit in den gleiche Falle gegangen, wie zuvor schon meine Mutter und Großmutter! „Eine Mutter gehört zu ihren Kindern“, das war der Slogan von gestern, aber stimmt er heute auch noch?

In der Kindererziehung sollten die Werte in der Familie vorgelebt werden. Werte sind die Grundlage für ein funktionierendes soziales Umfeld und prägen unsere Gesellschaft.
Wird das Kind ganztägig von Fremden betreut sind das fremdübermittelte Werte und da stellt sich die Frage „warum setze ich überhaupt ein Kind in diese Welt?“


Nach meinem Schulabschluss und nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, besuchte ich noch eine weiterführende Schule.
Mein Job erst als Angestellte und anschließend die Beamtenlaufbahn, gab ich zugunsten der Familienplanung auf. Trotz dem guten Rat meines Vaters, „verdiene Dein eigenes Geld, damit bis Du unabhängig vom Mann“ Mit der Familienplanung beginnt der Kreislauf seit Jahrhunderten immer noch von vorne, da hat sich nichts geändert.

Es sind heute immer noch überwiegend die FRAUEN, die sich der Versorgungsarbeit und Kindererziehung in der Familie widmen.

Warum übernehmen die Frauen freiwillig diese Rolle? Eine Geldfrage?
Sie verdienen in der Regel immer noch 18% pro Stunde weniger als der Mann. Auch der steuerliche Aspekt, das sogenannte Ehegattensplitting beeinflusst die Frage.
Nach der Kindererziehungszeit hat sie den Berufs Ein- oder Aufstieg verpasst. Vollzeit arbeiten mit Kindern und Haushalt? Das gleiche gilt auch für den Mann, der die Rolle der Versorgungsarbeit übernehmen würde. Aber welcher Mann sieht aber die Hausarbeit als Erfüllung? Welcher Mann weiß schon wo die Putzmittel stehen ;)) oder hat schon jemals ein Bad/Toiletten geputzt.


Hier beginnt die Ungerechtigkeit.
Wir Frauen arbeiten die ganze Woche, von früh bis spät, kein Wochende, keine Feiertage! Ob gesund oder Krank, als Ansprechpartner für die ganze Familie.
Die Enkel oder Elternbetreuung, für alles ist die Frau zuständig und ganz ohne Entlohnung. FAir ist das nicht.
Sie leistet ihren Beitrag, hält ihrem Partner den Rücken frei. Also hat sie ein genauso großes Anrecht auf die Rente ihres Mannes.

Warum macht die Frau das? Schlecht aufgeklärt? Zieht einen zukünftiger Steuerzahler heran? Ein guter Bürger? Ein freier Mensch?
Der Staat profitiert von der fast unendgeldlichen Unterstützung der Mutter. Sie selbst wird im Alter aber von der Altersarmut betroffen sein. Und das gilt im Jahr 2021 immer noch.


Der Kinderwunsch sollte gut durchdacht sein, wenn das Resultat für den Einsatz die Altersarmut bedeutet.

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