Urlaub allein – Leutkirch

Wie ist der Urlaub nach der Planung abgelaufen?

Ein Wort „WUNDERSCHÖN“ hat einfach alles gepasst. Menschen, Landschaft, Wetter, Erkundigungen, Besichtigungen und mehr.Nur die Entscheidung die Anreise über die Autobahn war die Falsche. Ferienbeginn in vielen Ländern, in die Wohnung konnte ich erst ab 15 Uhr. Daher hat meine Fahrt am Sonntag erst um 10 Uhr begonnen.
Von einem Stau in den nächsten. Mit 5 Stunden Fahrtzeit war ich genauso lange unterwegs, wie auf der Rücktour am nächsten Samstag – komplett übers Land.
Eine Fahrt übers Land liebe ich, es ist einfach 1 Urlaubstag mehr! Man sieht mehr, die Fahrt kommt kurzweilig daher, ich kann jederzeit anhalten. Kaffee trinken, etwas zu Essen kaufen und ganz wichtig die natürliche Toi!


Angekommen, der Empfang war herzlich und am Himmel zogen die ersten dunklen Wolken auf. „Es wird Regen geben“, der allerdings schnell vorbei war.

Die einzige Unsicherheit im Vorfeld bestand darin, wie komme ich in die Wohnung wenn keiner da sein sollte? Eine Codenummer für den Schlüsselkasten auf mein Handy, das ist mir neu.
Aber alles esay, sie waren da und mit der Schlüsselbox wurde mir auch geholfen.

Die Einliegerwohnung war über etliche Stufen nach unten zu erreichen. Macht man zu zweit Urlaub, muss man nur die Hälfte tragen, so geht man allein.
Fernsehprogramm und Radio wurde eingestellt und erklärt.
Eine sehr schöne Wohnung, für mich mit einem Wermutstropfen, nachts hörte ich die etwas weiter entfernte Autobahn und diverse Nebengeräusche. Entweder Tür und Fenster schließen oder Ohropax!

Der nächste Tag beginnt mit strahlendem Sonnenschein und einem gemütlichen Frühstück. Anschließend geht es auf Erkundigungstour nach Leutkirch, es ist Markttag in der Stadt. Eine Stadtbücherei hat eine Bilderausstellung und auch sonst gibt es viele, schöne, alte Gebäude zu sehen. Nette Menschen helfen mir, bei meiner Suche nach dem Touristikbüro, weiter. Anschließend noch das E-Bike reservieren für den nächsten Tag. Danach eine Autofahrt ins Blaue und treffe auf eine Käserei und am Nachmittag war meine Tour zu Ende.

Tag 2 – Heute ist die Radtour des Schwäbischen Albverein. Nach langem Telefonaten und Suche im Internet, habe ich den zuständigen Mann gefunden und den Treffpunkt erfahren. Bis 14 Uhr habe ich noch viel Zeit und fahre zur Allgäuer Genussmanufaktur, kaufe das empfohlene Bierbrot. Wunderbar! Mein Bike ist schnell geholt und mein Auto kann auf dem Privatparkplatz des Inhabers kostenlos parken.
Wir machen eine Tour von ca. 60 km mit einer Gruppe von 30 Leuten. Erst überlege ich ob ich mit einer so großen Gruppe mitfahren will? Die postiv Entscheidung war im Nachhinein die Beste! Ich wurde sehr nett aufgenommen. Beim Abschied wurde ich gefragt, ob ich am Donnerstag eine 30 km-Tour „Leutkirch – Kisslegg – Wangen“ mitradeln möchte, anstelle der Wanderung? Ich wollte!
Tag 3 – Es ist Regen angesagt und ich kann in Memmingen bei Beate Tenschert am Malkurs teilnehmen. Auch diese Entscheidung daran teilzunehmen war die Richtige! Alle Frauen in meinem Alter und sofort in die Runde aufgenommen bei Butterbrezeln, Kaffee und Kuchen. Mehr geredet, gelacht und weniger gemalt. Mein Bild ist nicht vollständig fertig geworden, wird aber noch.
Auf der Rückfahrt in mein Domizil, habe ich das Bauernhofmuseum besucht. Beim Versuch die Pigmentmühle ohne Termin zu besichtigen habe ich mir leider nur klebrige Finger geholt. Vor dem Betreten des Verwaltungsbüro musste man Dank Corona die Hände desinfizieren. Gesagt, getan und dann war keiner da. Leider.
Tag 4 – Radtour mit den Damen pünktlich am Treffpunkt. Aus der 30 km Tour wurde ein 70 km Tour, mit Einkehr in Wangen in der bekanntesten und besten Bäckerei. Fleischkäse, Brötchen und Laugengebäck. Die Runde geht weiter über Berg und Tal, wunderschöne Landschaft, um 17 Uhr habe ich das Bike gegen meinem Auto getauscht. Zuhause angekommen, habe ich den Fahrradschlüssel noch am Schlüsselbund. Da muss ich morgen nochmal hin.
Tag 5 – Packtag, da ich morgen schon wieder nach Hause fahren muss. Am Vormittag bringe ich den Schlüssel zurück und auf dem Weg fällt mir der Künstler Kämmer ein. „Da könnte ich mir doch sein Atelier anschauen“. Kurz telefoniert, einen Treff-/und Zeitpunkt vereinbart, passte alles. Habe sogar noch Zeit um 2 Karten an die Enkelkinder zu schreiben. Die Karten habe ich in einem Buchgeschäft gekauft mit der Begrüßung „Guten Tag Frau Wennagel“ traf ich dort meine Vermieterin. Beim Kartenschreiben im Cafe sehe ich den Künstler stehen. So ein Zufall, wir gehen zusammen in sein Atelier und ich kann seine tollen Bilder bestaunen. Beim nächsten Mal komme ich bei ihm vorbei. Er malt mit den Pigmentfarben aus der Mühle und schwärmt mir davon vor. Auch das nächste Mal.
Tag 6 – Abreisetag wieder schönes Wetter. Ich fahre genau 5 Stunden über die Landstrassen zurück in die Pfalz. Auf den Autobahnen sehe ich wieder nur STAU. Mit vielen neuen Landschafts-/ und Städteeindrücken komme ich entspannt zuhause an und werde mir einem leckeren Essen empfangen.

So lässt es sich leben!:))

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